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Laut dem Branchenportal Music Ally gibt es Hinweise auf Pläne, dass Facebook in noch unbekannter Zeit in das Musikstreaming-Geschäft einsteigen will.

Mit einer kleinen Anzahl von Medienpartnern testet das soziale Netzwerk Möglichkeiten, wie man via Videos mit Werbefinanzierung Facebook als attraktive Werbeplatform stärken kann – so genannte „ad-supported native videos“. Erste Details zu den Tests machen öffentlich, dass die Funktion auf einer „Vorgeschlagene Videos“-Box basieren soll. Werbung zwischen den Videos und ein Revenue-Share von 55% sind weitere erste Details. Laut dem Portal Variety sind Medienpartner für diese Funktion u.a. Fox Sports und NBA.

Des Weiteren gibt es Gerüchte, dass das Unternehmen in Gesprächen mit Major Labels steht. Interessant für die Musikszene sollte die ganze Geschichte aber erst werden, wenn die angesprochenen Tests tatsächliche Ergebnisse liefern. Laut The Verge steht Facebook in Kontakt mit Sony Music, Universal und Warner, kann aber keine Details nennen wie eine konkrete Zusammenarbeit aussehen kann. Selbst Facebook weiß es angeblich noch nicht und wartet wohl auf die ersten Tests bevor sie konkrete Verhandlungen führen.

Music Allys Recherchen basieren auf internen Quellen, derren Namen nicht genannt werden. „Es gibt keine Zweifel, dass dieser Schritt lange geplant wurde. Das mögliche Einkommen könnte unfassbar hoch sein“, so eine Quelle. Das potenzielle System dahinter sei jetzt schon „viel, viel ausgereifter als YouTube“, sagt eine andere ebenso nicht näher benannte Quelle.

Sollte Facebook tatsächlich mit einem eigener Art von Streaming-Servince ins Musikgeschäft einsteigen, so würde die Konkurrenz für Spotify und Apple Music noch größer werden. Die Idee dahinter liegt nicht fern. Vor allem wenn man bedenkt, wie viel Geld Facebook in den letzten Jahren ausgegeben hat, um Dienste wie WhatsApp oder Instagram aufzukaufen. Es läge auch nicht fern weiterzudenken, ob Facebook mit einem neuen Musikdienst nicht auch gleichzeitig an einer Möglichkeit probiert, diesen direkt an die eben genannten Netzwerke zu verknüpfen.

Allerdings ist dies vorerst Zukunftsmusik. Konkrete Aussagen oder Hinweise gibt es bisher noch nicht. Das ist aber auch kein Wunder bei Facebook. Es bleibt abzuwarten.

Quellen:
Music Ally
The Verge
Variety

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