Koreas neue Corona-Regel: Musik über 120 BPM ist untersagt


Neuerdings wurde in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul eine neue Corona-Regel eingeführt: Tracks mit über 120 bpm sind in Fitnessstudios bei Gruppenübungen von nun an verboten.

Konkret bedeutet dies, dass zahlreiche populäre K-Pop-Songs nicht mehr gespielt werden dürfen, da die meisten die 120-bpm-Schwelle überschreiten. Mit der neuen Maßnahme möchte man sicherstellen, dass Fitnessstudiobesucher*innen nicht zu stark ins Schwitzen geraten oder zu schwer atmen, wenn sie sich zur Musik sportlich betätigen.

Kang Hyun-Ku, ein Fitnessstudio-Besitzer, bezog Stellung zu den Änderungen: „Das Spielen von fröhlichen Titeln soll unsere Mitglieder und die allgemeine Stimmung aufheitern, aber meine größte Frage ist, ob das Spielen von klassischer Musik oder Songs von [der Boyband] BTS nachweislich einen Einfluss auf die Verbreitung des Virus hat. Viele Leute benutzen heutzutage ihre eigenen Kopfhörer und ihre tragbaren Geräte. Wie kontrolliert man ihre Playlists?“

Kim Yong-Tae, ein Mitglied der oppositionellen People Power Party, sprach ebenfalls über die neue Regelung und wies auf deren Ungereimtheiten hin: „Man bekommt also kein Covid-19, wenn man langsamer als 6km/h läuft. Wer um alles in der Welt prüft die bpm der Lieder, wenn man trainiert? Ich verstehe nicht, was Covid-19 mit meiner Musikauswahl zu tun hat.“

 

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Quelle: The Guardian