Als der Gemeinderat von Leuk (eine kleine Gemeinde in der Schweiz) am vergangenen Wochenende zu einem Ausflug in die italienische Hauptstadt Rom aufbrach, konnte noch niemand erahnen, was sich während ihrer Abwesenheit in der Heimat abspielen würde. Rund 300 bis 400 Personen veranstalteten im Leuker Naturschutzgebiet eine illegale Goa-Party.

„Wie aus dem Nichts tauchte am Samstagvormittag im Leuker Naturschutzgebiet ein Tross an Fahrzeugen, Wohnwägen und kleineren und größeren Lastwagen auf“, beschreibt das Portal „20min.ch“ die Geschehnisse. Unter den Teilnehmer*innen seien Menschen aus der Schweiz, aber auch zahlreiche internationale Gäste gewesen. Für die Gemeinde Leuk und für die örtliche Polizei sei der Rave überaus überraschend gekommen, sodass zunächst noch nicht interveniert werden konnte. „Wir hatten vorab keinerlei Hinweise, dass sich hier irgendetwas anbahnen wird“, so ein Sprecher der Polizei.

Am Samstag erschienen die Ordnungshüter dann schließlich auf dem Festivalgelände, kontrollierten und identifizierten die Gäste und stellten ihnen ein Ultimatum: Bis Sonntagmittag müsse das Gelände geräumt werden, lautete die Aufforderung, der im Großen und Ganzen auch nachgekommen sei. Dass die Polizei das Spektakel nicht bereits am Samstag beendete, hat mehrere Gründe. Man habe zum einen keine Eskalation provozieren und zum anderen keine fahruntüchtigen Leute ans Steuer lassen wollen, begründeten die Gesetzeshüter ihre Entscheidung.

Die Organisatoren hinter dem Event konnten bisher noch nicht ausfindig gemacht werden. Ebenfalls unklar ist, wieso sich die Veranstalter*innen ausgerechnet das Leuker Naturschutzgebiet für ihren Rave ausgesucht hatten.

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Quelle: 20min.ch