Das ist Tilidin

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Tilidin ist ein schmerzlinderndes Arzneimittel, ein synthetisch herstelltes Opiat. Die Medizin setzt diese Arznei bei starken Schmerzen ein, wie etwa nach einer OP, bei Rheuma- und Bandscheibenvorfällen und bei Krebspatienten. In der Schmerztherapie wird Tilidin gegen Schmerzen der Stufe II (von III) verwendet. Es macht stark körperlich abhängig und unterliegt als Monopräparat dem Betäubungsmittelgesetz. Tilidin darf in Deutschland nur als Kombinationspräparat eingesetzt werden zusammen mit Naloxon. Naloxon ist der Gegenspieler von Tilidin. Das richtige Mischverhältnis ist wichtig, um die schmerzlindernde Wirkung von Tilidin zu erhalten. Das Naloxon wiederum hebt die Wirkung des Tilidin nach gewisser Zeit „sachte“ auf, damit körperliche Entzugserscheinungen vermieden werden können. Erhältlich ist Tilidin in Kapsel-, Tropfen- und Tablettenform.

Wirkung
Der eigentliche Wirkstoff von Tilidin ist Nortilidin. Der wird durch den Stoffwechsel von Tilidin in der Leber freigesetzt und wirkt dann schmerzlindernd. Die schmerzlindernde Wirkung tritt nach 10 – 15 Minuten ein und hält 3 – 6 Stunden an. Es ist als Schmerzmittel Stufe II einzuordnen, wirkt viel stärker als Aspirin und Paracetamol, ist aber fünf mal schwächer als Morphin.
Der Rausch wird als sehr entspannend, dämpfend und betäubend beschrieben.
Das Set und die innere Grundstimmung ist bei einem Tilidin-Rausch zu beachten. Es verstärkt das derzeitige innere Gemüt. Obwohl es als Opiat eingestuft werden kann, unterdrückt es Müdigkeit.

Risiken und Nebenwirkungen
Prinzipiell fallen auf Tilidin alle opiod-typischen Nebenwirkungen. Wichtig zu wissen ist, dass wenn man es gemischt mit Alkohol konsumiert, verlängert und vervielfacht es die betäubende und dämpfende Wirkung. Das gilt ebenso für die Kombination mit anderen Opiaten. Bei Überdosen lauern Gefahren wie Atemdepression.

Veränderte Wahrnehmung und gestörtes Urteilsvermögen gehört zu den Nebenwirkungen von Tilidin. Schlafstörungen, Depressionen und Appetitlosigkeit sind unter den Nebenwirkungen des Medikaments zu finden.
Polizisten und medizinische Fachleute berichteten von aggressivem Verhalten, Angst- und Schmerzfreiheit, Selbstüberschätzung und Kaltblütigkeit im Zusammenhang mit missbräuchlichem Konsum von Tilidin.

Übelkeit und Schwindelgefühl sind als Nebenwirkung häufig verzeichnet. Das wohl höchste Risiko ist, dass Tilidin stark abhängig macht. Nach längerem Konsum auch psychisch. Körperliche Abhängigkeit tritt relativ schnell ein. Daher ist es auch nur erlaubt, Tilidin in Verbindung mit Naloxon zu verabreichen.

Dosierung
Es gibt Tilidin in unterschiedlicher Form (Tabletten, Tropfen, Kapseln), deshalb ist die Dosierung von der jeweiligen Form abhängig. Die niedrigste Dosierung pro Tablette liegt bei 50 mg Tilidin mit beigemischten 4 mg Naloxon und ist in 50er Schritten bis zu einem Wirkungsgrad von 200 mg mit 16 mg Naloxon erhältlich. Ein Pumphub der flüssigen Variante enthält 12,5 mg Tilidin und 1 mg Naloxon und kann in fortlaufenden Schritten eigenständig dosiert werden. Eine euphorisierende, antriebsteigernde Wirkung setzt bei der gängigen 50er Version, nach Konsum einer ½ bis 1 Tablette (25 – 50 mg) ein. Die Maximaldosis pro Konsumeinheit sollte 100 mg nicht übersteigen. Es ist besonders wichtig, immer auf die Dosierung der Tabletten zu achten! In der Regel wird allerdings höchstens die 100er-Variante verschrieben. Hier löst demnach ¼ bis zu ½ Tablette einen Rausch aus. Höhere Dosierungen sind bis zu einer Menge von 400 mg realisierbar. Danach entfaltet das Naloxon seine Wirkung und dämmt den Rausch ein. Eine weitere Steigerung ist nicht möglich.

Rechtslage
Tilidin wird im BtMG unter Anlage III gelistet.
Kombinationspräparate mit Naloxon unterliegen nur dann nicht dem BtMG, wenn sie in festen Zubereitungen mit verzögerter Wirkstofffreigabe vorliegen.

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