Erstes Ecstasy-Pill-Testing auf Festivals – die Bilanz

Erstes Ecstasy-Pill-Testing auf Festivals – die Bilanz


Vergangenes Wochenende hat Australien den ersten Schritt in Sachen sicherer Konsum gemacht. Auf dem Moo Festival in Canberra gab es erstmalig eine Station für Pillentests, bei der Besucher ihre Substanzen testen lassen können. Dabei werden die Drogen vom STA-SAFE auf Chemikalien untersucht um einen sichereren Rausch zu garantieren und folgende Schäden zu vermeiden. Eine gute Sache, allerdings spaltet das Pill-Testing die Meinungen. Während einerseits auf die Sicherheit der Menschen geachtet wird, kritisieren viele die dabei entstehende Unterstützung des illegalen Drogenkonsums.

Das STA-SAFE zog nun die Bilanz des Festival-Wochenendes und veröffentlichte ein erschreckendes Ergebnis. Zwei Ecstasy-Pillen, die getestet wurden zeigten tödliche Substanzen auf und wurden direkt entsorgt. Eine von ihnen enthielt den giftigen Stoff N-Enthylpentylone. Ein Mitglied des STA-SAFEs twitterte außerdem, dass 128 Leute diese Möglichkeit nutzten und sich herausstellte, dass 50 Prozent der Substanzen aus „Anderen“ Sachen bestanden. Dazu gehören Laktose, Farbe, Süßungsmittel und andere Chemikalien. Die andere Hälfte der Pillen war reines MDMA. Die Tests dauerten nur drei Minuten und so hatten nicht nur die Besitzer der Drogen, sondern auch Gesundheitsangestellte schnell ein genaues Ergebnis. Insgesamt lief die Studie gut. Fünf Besucher entschieden sich dafür das Ecstasy zerstören zu lassen, einige andere schworen sich, es nie wieder zu nehmen.

Dieses Endresultat zeigt, wie gefährlich Drogen sein können und, dass Pill Testing wirklich sinnvoll sein kann und auch den Konsumenten bewusst machen kann, wie gefährlich Drogen sind. Durch den Erfolg auf dem Moo Festival erwartet das STA-SAFE nun zunehmend mehr Aufträge.

 

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