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Dass die ganze Welt mit Kokain überschwemmt wird, zeigt sich an den riesigen Mengen die überall beschlagnahmt werden. Nicht nur Sozialarbeiter bemerken einen Anstieg der Droge aus Südamerika, auch im Wasser der Flüsse lässt sich dies nachweisen.

Die Konsumenten scheiden über den Urin Substanzen aus, die eindeutig auf eine Steigerung des Konsums aufweisen. So auch im Main. Crack-Raucher und Koksnasen hinterlassen eine immer höhere Konzentration an BEC, ein Abbauprodukt von Kokain.

Fritz Sörgel vom Institut für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung in Nürnberg hat mit seinem Team Proben aus dem Main nahe einer Kläranlage bei Griesheim entnommen und untersucht. Dabei kam heraus, dass sich die Konzentration seit 2006 verdoppelt hat. Auch in Frankfurt-Höchst gab es seitdem eine Steigerung von 50 Prozent.

Sicher ist, dass die Steigerung auf eine vermehrte Produktion von Kokain in Südamerika zurückzuführen ist. An jedem großen Frachthafen tauchen ständig riesige Kokainladungen auf. Trotzdem ist dies wahrscheinlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Aus der Messung konnten die Forscher jedenfalls das Fazit ziehen, dass die Kokainschwemme mittlerweile auch am Main angekommen ist. Im Jahr 2017 wurde in mehreren europäischen Städten der Kokain-Konsum pro Einwohner geschätzt. Frankfurt war auf Platz 14 und damit noch vor Metropolen wie Paris, Berlin oder Mailand.

Kokain ist heutzutage in allen Gesellschaftsschichten angekommen. Man spricht sogar von der „logischen Steigerung von Espresso und Energy Drink“. So selbstverständlich scheint der Konsum von Kokain mittlerweile zu sein.

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