Spotify-CEO Daniel Ek Credits: Magnus Höij via Flickr


In letzter Zeit kamen immer wieder Meldungen ans Tageslicht, die suggerierten, dass viele Artists unzufrieden mit ihren durch Streaming generierten Einnahmen seien – gerade während der Corona-Zeit. Im Zuge dessen fiel auch häufig der Name des Branchenprimus Spotify, dessen CEO Daniel Ek sich nun zu der Thematik geäußert hat. Anstatt zu versuchen, die Brisanz der Materie zu mildern, goß Ek mit seinen Aussagen allerdings weiteres Öl ins Feuer und verursachte einen riesigen Shitstorm, der dem schwedischen Streaming-Giganten jetzt mit voller Kraft ins Gesicht flattert.

Im Interview gegenüber Music Ally sagte Daniel Ek unter anderem, dass er noch niemals eine/n Künstler/in sagen hören habe, dass diese/r zufrieden sei mit dem Geld, was sie oder er durch Streaming verdiene. Er fuhr fort: “Privat haben sie das schon oft getan, aber in der Öffentlichkeit haben sie scheinbar keinen Anreiz, es zu tun”.

Ek unterstrich zudem, dass es immer mehr Künstler/innen gebe, die ihr Leben allein durch Streaming-Einnahmen finanzieren können. Die Beschwerden seien deshalb unangebracht.

Auf die Palme brachte Ek die Netzwelt dann schließlich mit einem Affront gegenüber diversen Künstlern/innen, die seiner Auffassung nach eine schlechte Arbeitseinstellung besäßen. Man lebe demnach in einer Welt, in der es nicht reicht, alle drei bis vier Jahre Musik zu veröffentlichen, befindet Ek. Das reiche nun einmal nicht aus, so der Spotify-CEO, den zudem das Gefühl beschleiche, dass insbesondere die Leute beim Streaming schlecht abschneiden würden, die nicht mit der Zeit gehen und Musik immer noch genau so releasen wollen, wie sie es früher getan hatten.

Wie es scheint, hätte Daniel Ek sich mit seiner Meinung besser etwas bedeckter gehalten, denn im Netz muss er jetzt einiges einstecken…

Das könnte dich auch interessieren:
Revolution der Musik: So veränderten Apps wie Spotify Artists und Hörer
Len Faki positioniert sich politisch und erntet Shitstorm
Live Nation überträgt Künstler mehr Risiken bei Event-Absagen

Beitragsbild: Magnus Höij via Flickr

Quelle: Musically