Auch im Monat Mai haben wir von euch wieder zahlreiche Einsendungen für die Moskovskaya Producer Challenge erhalten. Das Rennen hat dieses Mal Mike Opani mit seinem Track „Pride“ gemacht und sich so seinen Platz in der „Moskovskaya Tracks Volume 1 powered by FAZEmag“-Compilation gesichert. Im Interview erfahrt ihr mehr über den glücklichen Gewinner.

 

Seit wann beschäftigst du dich mit elektronischer Musik und seit wann produzierst du deine eigene Musik?

Meine ersten Berührungspunkte mit elektronischer Musik waren EBM-Bands sowie die frühen N.I.N.- und Depeche-Mode-Sachen. Zu Beginn der Neunzigerjahre bin ich dann zum Techno gekommen.

Das Produzieren habe ich ein paar Jahre später begonnen. Mein erstes offizielles Release gab es 1999 auf Position Chrome, einem Sublabel von Achim Szepanskis Force-Inc.-Konglomerat.

Warum hast du den einstmals erfolgreich beschrittenen Weg des Drum’n’Bass verlassen und dich dann den “straighten” Beats gewidmet?

Ich habe ursprünglich als Techno-DJ begonnen und bin dann durch einen Freund zum Drum’n’Bass gelangt, der zu der damaligen Zeit einen sehr technoiden Sound hatte. Irgendwann habe ich dann meine erste reine D’n’B-Party veranstaltet und bin rund 22 Jahre bei der Musik geblieben. Nach einer fünfjährigen – durch private Umstände bedingte – Schaffenspause habe ich dann instinktiv wieder mit dem Produzieren von Techno angefangen. Ich spiele aber immer noch häufig Drum’n’Bass.

Wie sieht dein Studio aus? Welche DAW, Synths, Plug-Ins oder andere Tools benutzt Du?

Ich produziere mit Logic Pro. Meine Lieblings-Plug-ins stammen momentan aus dem Hause Softube. Auch Soundtoys und Native Instruments benutze ich sehr oft. Darüber hinaus besitze ich einige analoge Behringer-Geräte – die sind eine prima Alternative zu den teilweise unerschwinglichen Vintage-Synths.

Was macht deinen eingereichten Track so besonders? Worauf hast Du den Schwerpunkt gelegt?

Ich wollte einen schweren Beat und eine einprägsame Melodie. Mein Studio ist aktuell noch Teil unseres Wohnzimmers, also bekam ich Inspiration und Unterstützung von meiner Freundin Nina. Sie setzte sich mit meinem Grundgerüst auseinander und baute eine Melodie dazu. Fortan wurde das Lied von uns beiden weiterkomponiert. Ich denke, dass der Einfluss und die Ideen von uns beiden das Besondere des Tracks ausmachen.

Corona ist ja leider in aller Munde und dafür verantwortlich, dass kaum noch Gigs möglich sind – wenn man einmal von Autokino-Veranstaltungen absieht. Welche Gigs sind dir durch Corona schon durch die Lappen gegangen und wie denkst du, geht es weiter?

Ich muss ehrlich sagen: Es hätte schlimmer kommen können, gerade was das Finanzielle betrifft. Das liegt aber vor allem daran, dass ich meine Brötchen nicht ausschließlich im Musikgeschäft verdiene. Und um mal etwas Positives hervorzuheben: Ich konnte viel mehr Zeit und Energie ins Produzieren stecken.

In der Zukunft könnte ich mir gut vorstellen, dass ein DJ gar nicht mehr physikalisch vor Ort sein muss und sein Set einfach per Stream im Club übertragen wird. Eine seltsame Vorstellung, aber auch eine umwelt- und ressourcenschonende Alternative.

Welcher Künstler oder welches Label inspiriert dich aktuell?

Hinsichtlich des Gesamtkonzepts finde ich nach wie vor Charlotte de Witte sehr ansprechend. Sie hat es meiner Meinung nach geschafft, ihren hohen Standard nicht nur zu halten, sondern auch anzuheben. Dafür erhält sie meinen größten Respekt. Rein musikalisch begeistert mich vor allem Thomas Schumacher. Ein spezielles Label möchte ich nicht hervorheben – dafür gibt es einfach zu viele Labels mit hoher Qualität.

Was sind deine aktuellen Top-3-Tracks?

Klangkünstler – Ihr Werdet Weinen
Andre Kern – Proxima (Markus Weigelt Remix)
Thomas Schumacher – When I Rock (Thomas Schumacher Remix)

Gibt es einen Track, der dir nie langweilig wird?

Damon Wild and Tim Taylor – Bang the Acid – Rebanged! (The Advent vs. Industrialyzer Remix)

 

Moskovskaya Producer Challenge im Juni: 
Plastik Funk möchte eure Tracks

Die bisherigen Gewinner:
Moskovskaya Producer Challenge – der erste Gewinner: Martha C
Moskovskaya Producer Challenge – Gewinner #2: Felix Harrer
Moskovskaya Producer Challenge – Gewinner #3: Thomas Beyer
Moskovskaya Producer Challenge – Gewinner #4: SUZé
Moskovskaya Producer Challenge – Gewinner #5: Ten in Name
Moskovskaya Producer Challenge – Gewinner #6: Max Walcha
Moskovskaya Producer Challenge – Gewinner #7: Oliver Bach

www.soundcloud.com/mike-opani