Moskovskaya-Producer-Challenge powered by FAZEmag
Hier kommt der Gewinner des Monats März!

Wir haben wieder zahlreiche Einsendungen zur Moskovskaya Producer Challenge erhalten und beglückwünschen dieses Mal Max Walcha mit seinem Track “Moving Purple”. Im Interview erfahrt ihr unter anderem, welches Equipment er nutzt und wie er zur elektronischen Musik gekommen ist.

Seit wann beschäftigst du dich mit elektronischer Musik und seit wann produzierst du eigene Tracks?

Mit elektronischer Musik beschäftige ich mich eigentlich schon mein ganzes Leben lang. Meine Mutter hat früher beim Putzen viel Techno gehört. Ich kann mich noch an Dr. Motte, Sven Väth und Westbam erinnern. So richtig los ging es bei mir mit 16 Jahren. Das erste Ersparte wurde sofort in einen Mixer und einen Plattenspieler investiert. Nachdem ich meinen Sound gefunden hatte, wollte fortan auch meine eigenen Tracks produzieren. Bis ich allerdings meinen Fingerprint-Sound gefunden habe, hat es einige Jahre gedauert. Ich würde sagen, man kann es seit rund drei Jahren Produzieren nennen. Die Jahre zuvor würde ich eher unter “enthusiastischer Unbeholfenheit” verbuchen.

Woher stammt dein Wissen über Musikproduktion? 

Vieles kann man heutzutage online lernen. Ich habe mir schon unzählige Tutorials angeschaut. Ebenso stehe ich mit vielen Freunden und Locals in ständigem Kontakt. So bringt man sich immer etwas gegenseitig bei.

Wie ist dein Studio aufgebaut? Mit welcher DAW, welchen Synths, Plug-ins oder anderen Geräten arbeitest du?

Ich teile mir mein Studio mit einem Kumpel aus Dresden. Wir haben quasi die ganze Technik in einen Topf geschmissen und profitieren beide davon. Meine Tracks produziere ich mit Ableton. Ich selbst versuche immer eine gesunde Mischung aus Hardware und VSTs zu finden. Sehr gern benutze ich meine TR-8S in Verbindung mit meinem Korg-Synthesizer. Plug-ins, die in fast jedem Projekt von mir zu finden sind, wären die Arturia Collection, der ACE von U-HE oder der ABL3 von AudioRealism, gefolgt von vielen Effekten aus dem Waves Bundle und der Soundtoys Collection. Der FabFilter & iZotope dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Was macht deinen eingesendeten Track aus – worauf hast du hier besonderen Wert gelegt?

“Moving Purple” ist eine Detroit-Techno-Nummer, bei der zwei Elemente im Vordergrund stehen: ein Chord-Sound, der von einem Korg-Synthesizer gespielt und unterschiedlich per Hand gefiltert wurde sowie die klassischen 909-Drums. Auch die verschiedenen Hi-Hats, die ich mittels eines Tape-Plug-ins zum Schleifen gebracht habe, sind sehr prägnant. Dabei habe ich ein ziemlich gradliniges Arrangement gewählt. Damit der Track auch wirklich wie eine nostalgische Detroit-Platte klingt, wurde dieser am Ende mittels Kompression und Bandsättigung noch etwas “dreckiger” gemacht.

Bist du außerdem als DJ oder Live-Act aktiv? In welchen Clubs konnte man dich bisher hören? Falls nicht: Wo würdest du gerne mal deinen Sound präsentieren?

Ich bin seit ca. acht Jahren als DJ in der Region unterwegs. Ich habe früher viel back2back mit meinem Kumpel Thomas aka Fancy Sound Module aufgelegt. Leider löste sich diese Zusammenarbeit auf, da er 2019 ausgewandert ist. Bisher konnte ich nicht nur in meiner Homebase in Dresden auflegen (u. a. Paula, Sabotage, TBA), sondern auch in Berlin (in der alten Magda), Hamburg (Fundbureau) oder Hildesheim (Kulturfabrik) spielen. Außerdem habe ich schon auf diversen Festivals spielen dürfen. Sehr gerne erinnere ich mich an den Zug der Liebe, Zurück zu den Wurzeln und natürlich an das Stroga-Festival zurück, das bei uns in der Region stattfindet. Mein allergrößter Traum ist es, einmal auf einem der größeren Festivals spielen zu können, zum Beispiel auf der Fusion. Den Vibe finde ich dort immer sehr schön und emotionsgeladen.

Welcher Artist oder welches Label inspiriert dich momentan am meisten?

Ich denke mal, dass dies die schwierigste Frage von allen ist. Es fällt mir extrem schwer, mich auf einen Artist oder ein Label festzulegen, zumal ich nicht immer nur technoid, sondern auch ganz gern mal etwas housiger produziere. Zur Zeit inspirieren mich vor allem Robert Hood, Mark Broom, Avision, Hyperloop oder Subradeon, wenn es um den Detroit-Sound geht. Im housigen Bereich bin ich schon immer ein großer Fan von Dennis Ferrer, Riva Starr, Santé und Mathias Kaden gewesen. In diesem Zusammenhang ist es ein mehr als glücklicher Umstand, dass Mathias mein Produzenten-Pate ist.

Was sind deine aktuellen Top-3-Hits?

Max Walcha – Moving Purple
Max Walcha – Mosey
Max Walcha – B-Acid

Welcher Track geht immer?

Floorplan – Never Grow Old (Re-Plant)

Welches Ziel verfolgst du mit deinen Produktionen? Wohin soll die Reise gehen?

Natürlich möchte ich einen gewissen Bekanntheitsgrad erreichen, ohne über das Ziel hinausschießen zu wollen. Es wäre schön, auch einmal eine Inspiration für andere Produzenten sein zu können und auf einem Label meiner Wahl releasen zu können.

Wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft, Max!

www.soundcloud.com/maxwalcha

Moskovskaya Producer Challenge im April:
Booka Shade möchten eure Tracks

Die bisherigen Gewinner:
Moskovskaya Producer Challenge – der erste Gewinner: Martha C
Moskovskaya Producer Challenge – Gewinner #2: Felix Harrer
Moskovskaya Producer Challenge – Gewinner #3: Thomas Beyer
Moskovskaya Producer Challenge – Gewinner #4: SUZé
Moskovskaya Producer Challenge – Gewinner #5: Ten in Name