Neelix

Neelix on Tour – die Kolumne: Alles, was du nicht willst, wird schlimmer werden!

 

Diesen Satz habe Ich vor Kurzem gehört, und er hat mich sofort zum Denken aufgefordert. Was für eine unglaubliche Aussage. Beobachte mal ganz genau, was für Gedanken du hast. Welcher Natur sind sie? Denn du wirst unweigerlich erleben müssen, worum sich deine Gedanken drehen. Mit dieser Einsicht, beobachte ich im Moment mein Leben. Wenn ich darüber nachdenke, was ich nicht will, habe ich mir damit nicht klar gemacht, was ich will. Tatsächlich nur die Vorstellung an „So soll es sein“ wird auch eine positive Veränderung herbeiführen.

Verflixt, mein ganzes Geschimpfe über Umweltzerstörung und Tierquälerei hat wohl nichts Positives bewirkt. Eigentlich nur Kummer und Angst. Durch Verbreitung von Fakten über Zerstörung habe ich mich meinem Ziel nicht genähert. Ich sage nicht, dass wir ab jetzt mit Scheuklappen durch die Welt laufen sollten. Das Aufzeigen von Optionen zur Lösung ist ein guter Weg. Positives Denken und Handeln, führt eher zu einer guten Veränderung.

Ein Beispiel: Herr Donald Trump ist anscheinend nicht gewollt. Er ist scheinbar auf der ganzen Welt unbeliebt. Das ständige Beschweren über das, was wir nicht wollen, wird ihm am Ende sogar noch weiterhelfen. Besser wäre es, sich darauf zu konzentrieren was wir wollen. „Wir wollen Neuwahlen, sofort!“. Wenn die ganze Welt vereint, diese Forderung äußert, könnte es tatsächlich passieren, gerade eben durch diese klare Aussage. Ich hatte mal eine interessante Unterhaltung, in der ich folgende Veranschaulichung herbeigebracht habe. Wir stellen uns eine Demonstration vor. Eine Demonstration gegen Donald Trump. Auf diesem Protest, laufen Tausende Menschen, mit einem Donald-Trump-Gesicht auf ihren Shirts herum. Darunter steht „Wir wollen dich nicht“. Alle rufen „Donald Trump … wir wollen dich nicht“.

Eine außenstehende Person, die auf diese Demonstration kommt, würde jetzt eventuell denken, dass dies eine Demo für Donald Trump ist. Denn eigentlich ist hier nur sein Gesicht zu sehen, und niemand sagt so wirklich, wofür diese Demo eigentlich ist, sondern nur wogegen.

Stellen wir uns vor, diese außenstehende Person ist unser Unterbewusstsein. Weiß mein Unterbewusstsein eigentlich was ich will, wenn ich ständig nur wiederhole, was ich nicht will? Tatsächlich macht das Unterbewusstsein genau hier keinen Unterschied. Alles woran ich denke, wird belebt, wird schlimmer und es wird nicht zur Lösung beitragen. Eine Klare Aussage darüber, was man will, ist hingegen unglaublich hilfreich. Es bewegt Berge und macht Gespräche und Entscheidungen viel leichter, hilft Missverständnissen vorzubeugen und ist der schnellere Weg zur Lösung.

In den Sozialen Medien gab es kürzlich eine Welle mit Anti-AfD-Posts in Form von Bildern. Es war die Person mit der Unterzeile „AfD, dich wähle ich nicht“ zu sehen. Das AfD-Logo war riesengroß. Wenn das, was ich nicht will, schlimmer werden wird, bringt dieser Post dann positive Veränderung?

Frage: „Was willst du?“ „Keine AfD.“ „Nein, was willst Du?“ „Ich will nicht die AfD.“ „Ja, aber was genau willst Du?“

Gerade auch in den Alltagsunterhaltungen und -gedanken kann diese Form des positiven Denkens einen großen Unterschied machen. Pass auf, dass du dich nicht schneidest, das Messer ist scharf – oder… Vorsicht, dass Messer ist scharf. Das Wort: schneidest, fällt raus, genau wie das Wort „nicht“. Jetzt habe ich tatsächlich erst gesagt, was ich will. „Sei vorsichtig“, und nicht was ich nicht will: „das du dich schneidest“. Die Gleiche Aussage, nur ohne Angst.

Schnell noch einen Zusammenhang zwischen diesem Thema und dem FAZE Magazin:

Benenne, was du magst. Ich höre tatsächlich oft viel Kummer aus den verschiedenen Szenen. Das hört sich dann ungefähr so an: „Oh man, ich hasse diese ganzen DJ-Showmaster-Typen, die nur auf den Bühnen rumhüpfen! Die können gar nicht mehr mit Vinyl auflegen. Das sind gar keine richtigen DJs. Das sind Torten schmeißende, Handys in die Luft haltende Entertainer. Das ist doch scheiße!“

Es kann sehr gut sein, dass, wann immer Ich solche Gedanken habe, es mich in meiner Entwicklung verlangsamt. Es geht kostbare, positive Lebenszeit verloren. Ich stehe mir mit solchen Gedanken selbst im Weg. Ist ja auch klar, mit dem Schimpfen wurde lediglich Verschlechterung und innere Verbitterung herbeigebracht.

Sage, was du willst und weniger, was du nicht willst. „Hallo, ich hätte gerne ein Eis, mit drei Kugeln.“ „Ja, kann losgehen.“ „Schokolade mag ich nicht so. Vanille ist mir zu süß. Schlumpf-Eis ist mir zu abgefahren. Zitrone ist mir zu sauer … Marzipan-Eis hat es früher nicht gegeben.“ „Ja verstehe, könnten Sie dann jetzt bitte sagen, was sie wollen!“

 

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