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Am Samstag ereignete sich ein tragischer Todesfall im Rahmen des beliebten österreichischen Techno-Events Electric Love Festival in der Nähe von Salzburg.
Der Unfall ereignete sich gegen 19.50 Uhr am Campingplatz Süd. Ein Notarzt habe mit der Reanimation begonnen, später sei der junge Mann aber verstorben, sagte Werner Meissl vom Roten Kreuz Salzburg bei einer Pressekonferenz in der Nacht auf Sonntag. Einige Augenzeugen wurden von vier Einsatzkräften des Kriseninterventionsteams betreut. Etwa 45 Minuten vor dem Unfall sei die Festivalleitung von einem meteorologischen Dienst über ein herannahendes Unwetter in Kenntnis gesetzt worden, erklärte Veranstalter Manuel Reifenberger. Ab diesem Zeitpunkt sei das „Alarmierungskonzept“ in Gang gesetzt worden, bei dem sämtliche technische Geräte und Zelte mit Ballast gesichert werden. „Leider ist es trotzdem zu dem schrecklichen Unfall gekommen“, sagte Reifenberger. Der Bereich in dem sich der Unfall ereignete sei zu dem Zeitpunkt bereits von Securities abgesperrt gewesen. Auf dem Areal des Campingplatzes Süd hätten sich rund 11.000 Menschen aufgehalten.

Das Festival, das pro Tag  ca. 40.000 Besucher zählte und DJs wie Alesso, Axwell^Ingrosso, Dimitri Vegas & Like Mike, Armin van Buuren, Steve Aoki, Tiesto, Zedd, Showtek, Robin Schulz, Adam Beyer oder Len Faki aufbot, entschied sich, die Veranstaltung nicht abzubrechen, wie die Veranstalter auf Facebook erklärten:

>>Uns wurde gerade bestätigt, dass es einen tragischen Unfall mit Todesfolge während dem Sturm am Campingplatz gab. Aus sicherheitstechnischen Gründen wird das Festival wie geplant zu Ende geführt. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen des Unfallopfers.<<

Sicherlich wird es jetzt wieder eine große Diskussion um die Sicherheit auf und während des Festivals und um die Schuldfrage geben.

Ob den Veranstaltern bei dem Alarmierungskonzept Fehler unterlaufen sind, werden die Untersuchungen zeigen. Wie die österreichische Zeitung Standard vermeldete, hat die Staatsanwaltschaft Salzburg inzwischen eine Obduktion angeordnet. Ein Gerichtsmediziner soll klären, ob der vom Wind niedergerissene Lichtmast überhaupt die Todesursache war, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Laut dem Sprecher wies der 23-Jährige äußerlich keine auf ein tödliches Geschehen hindeutende Verletzungen auf, weshalb die Obduktion die genaue Todesursache klären soll. Erst dann könne die Staatsanwaltschaft sagen, in welche Richtung weiter ermittelt werde.

Wie man als Veranstalter verantwortungsbewusst mit einem nahenden Unwetter umgeht, haben die Love Family Park-Macher im vergangenen Jahr demonstriert. Hier lest ihr, was in Mainz 2014 passiert ist.

Wir halten euch auf dem Laufenden in Bezug auf die weiteren Ermittlungen.

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