Das ist Psilocybin

Das ist Psilocybin


Was passiert, wenn man durch einen Pilztrip aus der Bahn geworfen wird, zeigt uns Autor Martin Sutter in seinem Buch „Die dunkle Seite des Mondes“ sehr anschaulich und sehr krass. In der Verfilmung verkörpert Moritz Bleibtreu den Midlife-Crisis-geschwächten Wirtschaftsanwalt Urs Blank. Den Trailer zum Kinofilm seht ihr unten.

Doch was ist Psilocybin?
Halluzinogene Pilze mit dem Wirkstoff Psilocybin werden seit Urzeiten als Heilmittel und Psychedelika genutzt. Die bekanntesten Sorten sind: Spitzkegeliger Kahlkopf (Psilocybe semilanceata), Mexikaner (Psilocybe cubensis) und Hawaiianer (Panaeolus cyanescens).

Diese Pilze tauchen sowohl als frische oder getrocknete Pilze als auch als synthetisches (reines) Psilocybin-Pulver auf. Zumeist werden die Pilze gegessen, sie können aber auch zu einem Tee verarbeitet werden.

Gefährlich wird es vor allem dadurch, dass der Wirkstoffgehalt sehr starken Schwankungen unterliegt.

Saferparty gibt uns eine Hilfestellung zur durchschnittlichen Dosierung getrockneter Pilze:
Spitzkegeliger Kahlkopf leicht 0,5−0,8 g | mittel bis stark 1,0−max. 2 g
Hawaiianer leicht 0,30,5 g | mittel bis stark 0,5−max. 1 g
Mexikaner leicht 0,5–1,5 g | mittel bis stark 1,5−max. 5 g

Achtung: Bei frischen Pilzen das Zehnfache.

Zur Wirkung: 
Tiefe Dosen: anregend und stärkend. Mittlere Dosen: leicht halluzinogen und die Phantasie anregend. Hohe Dosen: stark halluzinogen, sehr psychedelisch; die Umgebung empfindet man oft als traumartig; visionäres Eintauchen in fremdartige Welten, tiefe Einblicke in sich selbst und ein Gefühl starker Verbundenheit mit der Natur.

Nach durchschnittlich 30 Minuten tritt die Wirkung ein und dauert drei bis sechs Stunden an; abhängig von Sorte und Zubereitung.

Risiken und Nebenwirkungen:
Die Pupillen weiten sich, Puls und Blutdruck verändern sich, Erhöhung der Körpertemperatur (Schweißausbrüche), Atembeschwerden und Herzrasen können auftreten. Gelegentlich kann es zu Übelkeit kommen.
Möglich sind auch Gleichgewichtsstörungen, ein verändertes Raum-Zeit-Empfinden, Verwirrung und Angstzustände; bei Reizüberflutungen können Panikattacken auftreten. Der Konsum von Psilocybin kann latente (verborgene) psychische Störungen auslösen.

Ein weiteres Risiko birgt die Verwechslungsgefahr. Es gibt im Wald und auf dem Feld tödliche Doppelgänger!

Safer Use:
Konsumiere Pilze nur ausgeschlafen und in guter psychischer und physischer Verfassung (Set).
Konsumiere Pilze nicht alleine, sondern mit einem/einer Begleiter/in, dem/der du vertraust.
Achte auf das Setting. Wichtig ist eine stressfreie Umgebung, am besten in der Natur. Pilze sind keine Partydrogen.
Konsumiere die Pilze nur nach einer leichten Mahlzeit; iss am besten 6 bis 8 Stunden nur noch wenig, um Übelkeit und andere unangenehme Nebenwirkungen zu vermeiden. Gut kauen!
Verwende wenn möglich getrocknete Pilze; wasche rohe Pilze vor dem Verzehr gut.
Bei heiklen Momenten während des Trips: Lass dich gehen, versuche nicht, gegen die Wirkung der Pilze anzukämpfen.
Vermeide Mischkonsum, konsumiere Pilze auf keinen Fall mit Alkohol oder Medikamenten zusammen!
Meide Straßen und andere „gefährliche“ Orte, dein Orientierungsvermögen kann gestört sein.
Gönne dir nach dem Trip zumindest am Tag danach viel Ruhe und Erholung, um die Erfahrung verarbeiten zu können.

Danke an Saferparty

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