Wie einst schon John Lennon sehr treffend bemerkte. An dieser Stelle erstmal ein Dankeschön für den Zuspruch im letzten Monat. Auch ein Kolumnist freut sich mal, wenn er nicht immer nur alles überspitzen muss, um aus euren medial geplagten Gehirnen noch eine Reaktion zu bekommen. Meistens freut man sich schon über ein „Ich hasse Tom Novy“ oder „ Der Typ nervt“. Immerhin. Es gibt genug, die da gerne wären. Von wegen Aufmerksamkeit und so.
Und wenn ich schon eure Aufmerksamkeit habe, dann möchte ich dies Mal tatsächlich von den guten alten Zeiten schreiben und euch auffordern, dabei zu sein. Lesen und kommentieren ist einfach. Mitmachen, dafür braucht es schon mehr.

Nun viele waren in den 90er-Jahren noch zu jung oder noch nicht wirklich mit dabei. Einige waren es und waren ein Teil der größten Jungendbewegung, die es je gab. Musikalisch und gesellschaftlich hat es uns geprägt und verbunden. Den Weg geebnet für alles, was heute ist. Ibiza, Time Warp, Tomorrowland, Ultra und so weite – all das gäbe es ohne diese Bewegung nicht. Wie so oft sind leider die Ideale von damals nicht mehr wichtig. Heute ist es ein Geschäft. Peace, Love und Unity sind längst kein Thema mehr leider. Die Loveparade war zu Begin eine Demo für Weltfrieden, Liebe und vor allem Toleranz, bis daraus eine eingezäunte Kirmes wurde, bei der viele Menschen verletzt wurden und sogar starben. Das bis heute weder die Opfer von Duisburg nicht entschädigt wurden noch die Schuldigen je dafür bestraft worden sind, setzt dem ganzen nur noch die Krone auf. So endete die damals größte und schönste Party der Welt. wir hatten sie erschaffen und waren so viele Jahre mit Leib und Seele und voller Überzeugung dabei.
Unsere Sprache war die Liebe, Die Liebe zum Leben, zur Musik und zur Gemeinschaft. Wir wollten zusammen die Welt verändern und unsere Ideale allen mitteilen. My house is your house and your house is mine.

Nach vielen Jahren kam mein alter lieber Freund Armin Mostoffi in Berlin wieder auf die Idee, eine Demonstration anzumelden: für den Frieden am Weltfriedenstag der Vereinten Nationen. Am 21. September findet also zum ersten Mal wieder in Berlin und an der Siegessäule eine Demonstration für den Frieden und die Liebe statt. Keine Loveparade, den die war einmalig. Aber die „Love WORLD PEACE Parade“. Es wird Trucks und Laufgruppen geben und Ansprachen zum Thema Frieden und vor allem zum Thema Liebe. Wir fahren mittags vom Brandenburger Tor los in Richtung Siegessäule und fahren um diese auch herum. Dort wird es eine Schweigeminute für die Opfer von Duisburg geben. Danach fahren wir zurück zum Brandenburger Tor. Das ganze mit viel Programm, vielen Reden und noch mehr Musik und Tanz. Bis jetzt sind es zehn Trucks und sieben Redner. Das ganze Programm und viel mehr Infos auf findet ihr online, u. a. auch auf Facebook im Event. Und don`t forget the after parties.

Also wenn ihr mich fragt, ist es wieder längst an der Zeit, der ganzen Bewegung einen Sinn zu geben oder zumindest ein wenig. In unserer heutigen Gesellschaft sollten wir weniger haten und viel mehr lieben. Ihr alle wisst genau, wie es in unserer Welt aussieht, wie viel Schlimmes passiert und oft seid ihr für all das nicht empfänglich. Ich finde es ist an der Zeit, etwas zu tun und eben auch wieder ein Gefühl von Toleranz und Gemeinschaft zu fördern und zu verbreiten. Ich lebe noch immer diesen Traum, dass irgendwann alle Menschen In Frieden leben. Und deswegen bin ich dabei am 21. September in Berlin. Ich hoffe, ihr auch! Oder um es mit den Worten meines alten, lieben, leider verstorbenen Freundes Marc Spoon zu sagen. „Ihr seid so scheiße leise!“

Wir sehen uns in Berlin

Euer Tom

www.worldpeace-berlin.com