Hey, Leute!

Mein Name ist Jonas, besser bekannt als Autodrive und ich stelle euch fünf meiner Lieblingssongs vor.

  1. Sadhu & Code:Pandorum – Long Live The king

Wenn man mich kennt, hätte man es sich denken können. Long Live The King, Labelchef Code:Pandorum von dem Label, wo auch ich unter Vertrag bin (Crowsnest), zusammen mit dem „Machine Gun“-Sound-König Sadhu! Epische Melodie im Intro, Heavyweight-Triolen im Drop, die dir einfach die Schuhe ausziehen. Dieser Song triggert etwas ganz tief in meinem Inneren, so dass jede meiner Zellen eskaliert.

  1. Trampa – Real Shit

Es ist 2015, Dubstep war mir noch relativ neu und ich kannte nur das, was ich in Clubs und von anderen Künstlern gehört hatte oder das, was ich mir mit Mühe und Not selbst zusammengesucht hatte. Das war meistens mehr Riddim oder der klassische Dubstep. Irgendwann bin ich auf Trampa mit Real Shit gestoßen. Diese unfassbar aggressiven “Trompeten-Synths” und die Tatsache, dass nach dem dritten Schlag eine Pause kommt, die das Aggressive einfach nur noch unterstreicht, sind meiner Meinung nach ein Geniestreich. Selbst jetzt, fünf Jahre nach Veröffentlichung, ist dies oft mein Peaktime-Track.

  1. Algo – Sloppy Top

Auch wieder ein Tune, der seine Jahre auf dem Buckel hat. Aber, meine Herren! Dieses Stück ist so unglaublich verspielt. Und wenn man ihn zum ersten Mal live nutzt, ist ein verkackter Einsatz für den nächsten Track fast eine Bestimmung. Es ist kein stupides Arrangement, das viele andere Mitspieler des Genres mit sich bringen, sondern alles ist leicht versetzt. Trotzdem ist er nicht zu kompliziert und bringt eine Energie mit sich, dass mir beim Abgehen am Pult jedes – wirklich jedes – Mal meine Kopfhörer vom Kopf fliegen.

  1. Bukez Finezt – Soundman Ting

Das ist die Person, durch die ich das ganze Genre erst wirklich kennen und lieben gelernt habe. Jeder Track ist unter musikalischen sowie technischen Aspekten ein Meisterwerk und ein Hochgenuss. Aber was er mit Soundman Ting rausgehauen hat – mein lieber Scholli. Treibende Tribe-Drums anstatt der gewohnten Synth. Die Snare spielt untypisch auf der vier anstatt auf der drei, was dem Ganzen zusätzliche Energie verleiht. Selbst in meinen härteren Sets steckt dieser eher experimentelle Tune die meisten harten Vertreter in die Tasche.

  1. Virtual Riot – Wallmonger

Ich war nie ein ganz großer Fan von diesem Herrn hier, auch wenn wir eine Collab veröffentlicht haben. Was soll ich sagen, ich stand auf harten, stumpfen Underground-Sound und er auf Melodien und viel Abwechslung. Als ich damals Wallmonger als Plate, also vor Release, zugeschickt bekommen hatte, konnte ich mein Glück kaum in Worte fassen. Ich konnte die ganze Zeit, bis zum Release, kaum einen Gig abwarten, damit ich diesen Tune spielen konnte. Der Metal-Fan in mir wurde von den Gitarren im Intro getriggert. Der stumpfe Underground-Fan vom Drop. Eine durchgezogene Synth, die begleitet wird von einer höheren, mit einem Delay in einen kleinen Raum gepackten Synth. Zudem ein kurzer, aber effektiver „Fake“-Drop auf die ersten vier Schläge, bevor sich das Monstrum seinen Weg durch das Arrangement bahnt. Absoluter Wahnsinn! Es war mir jedes Mal ein Pullup wert.

 

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Aus dem FAZEmag 107
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